Français

Die geschuppten Sonnenanbeter

Reptilien rund um Ganges

Das weitaus häufigste Reptil rund um Ganges ist die Mauereidechse. In guten Echsen-Jahren (sonnig-warm nach mildem Winter) sieht man sie wirklich an allen Bruchsteinmauern und Felsen, die von der Sonne beschienen sind. Sie variiert enorm in Farbe und Musterung, vom vielfarbig schillernden Männchen zur Paarungszeit über durchgängig dunkelgraue Exemplare mit hellbraunen und schwarzen Tupfen bis zur grünlich-braunen Standard-Version: dunkler Längsstreif von der Schnauze übers Auge bis zum Schwanzende, darüber und darunter helle tüpfelige Längsstreifen. Aber man kann sie ja auch kaum verwechseln, höchstens mit ihrer spanischen Schwester (Podarcis hispanica) oder mit der Waldeidechse. - Auch recht häufig in den Süd-Cevennen ist die viel größere Westliche Smaragdeidechse an der Lautstärke des Raschelns am Wegrand erkennt man schon, dass es sie ist, die ins Versteck huscht, und nicht die kleine Mauereidechse.

Der über die Glasscheibe geht

Der Mauergecko trägt seinen Namen zu Recht, denn er betrachtet sehr gerne die Mauern der Menschenhäuser als sein Revier. Erst recht, wenn eine elektrische Lampe an der Wand brennt, in deren Schein er sich die vom Licht angelockten Insekten schnappen kann. Mit seinen napfförmigen Zehen, die an der Unterseite mit Haftlamellen besetzt sind, huscht er flink noch über die glattesten Oberflächen.

Absolut harmlose Schlangen

Von allen Schlangen bekommt man die Ringelnatter wohl am häufigsten zu Gesicht, und zwar am Grund der Bäche und Flüsse. Sie jagt zwar auch an Land, ist aber eine gute Schwimmerin und Taucherin. Die weit größere, braune Äskulapnatter ist dagegen ein reiner Landbewohner. Wenn man sie beim Überqueren eines Weges erwischt, hält sie mucksmäuschenstill, lässt sich reglos von allen Seiten betrachten. Aber kaum hat man ihr den Rücken zugekehrt, ist sie in Sekundenschnelle verschwunden. Beide Arten sind absolut harmlos, und überhaupt gibt es in den Süd-Cevennen nur ganz wenige Giftschlangen.