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Stunde der Vögel

Die Vogelwelt rund um Ganges

Hausrotschwanz

Bei zwei Spaziergängen von je einer Stunde Länge im Mai waren in Ganges 39 verschiedene Vogelarten zu hören oder zu sehen. In der Stadt selbst besteht praktisch die gesamte Vogelschar aus nur fünf Arten: Haussperling, Mehlschwalbe, Mauersegler, Hausrotschwanz und Türkentaube. (Alle fünf brüten übrigens bei uns am Haus). Die angrenzenden Flussufer, Gärten und Wälder hinzugenommen, sind die zehn häufigsten Vogelarten:

Schwarzkehlchen 1. Haussperling - Passer domesticus
2. Mehlschwalbe - Delichon urbica
3. Mauersegler - Apus apus
4. Hausrotschwanz - Phoenicurus ochruros
5. Nachtigall - Luscinia megarhynchos
6. Mönchsgrasmücke - Sylvia atricapilla
7. Girlitz - Serinus serinus
8. Buchfink - Fringilla coelebs
9. Türkentaube - Streptopelia decaocto
10. Rauchschwalbe - Hirundo rustica

Rauchschwalben Das ist eine völlig andere Zusammensetzung, als sie der Naturschutzbund Deutschland mit seiner Aktion "Stunde der Gartenvögel" für Deutschland ermittelt hat, abgesehen von der Nr. 1 hier wie dort, dem Haussperling.


Wiedehopf, Steinadler und Schwarzkehlchen

Waldkauz Unter den 39 bei dieser zweistündigen 'Stichprobe' beobachteten Arten waren auch Pirol (Oriolus oriolus), Wiedehopf (Upupa epops), Schwarzkehlchen (Saxicola torquata) und Graureiher (Ardea cinerea). Außerdem sind in der Umgebung von Ganges auch Heidelerche (Lullula arborea), Uferschwalbe (Riparia riparia) und Felsenschwalbe (Ptyonoprogne rupestris) anzutreffen, Rotkopfwürger (Lanius senator), Ortolan (Emberiza hortulana) und Grauammer (Emberiza calandra), Alpensegler (Apus melba), Alpenkrähe

Schlangenadler (Pyrrhocorax pyrrhocorax), Eisvogel (Alcedo atthis), Bienenfresser (Merops apiaster), Blauracke (Coracias garrulus), Wendehals (Jynx torquilla), Turteltaube (Streptopelia turtur), Rebhuhn (Perdix perdix) und Rothuhn (Alectoris rufa), Schwarzspecht (Dryocopus martius) und Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis), Zwergohreule (Otus scops) und Uhu (Bubo bubo), Baumfalke (Falco subbuteo),

Graureiher Schwarzer Milan (Milvus migrans), Wespenbussard (Pernis apivorus), Schlangenadler (Circaetus gallicus), Habichtsadler (Aquila fasciata), Steinadler (Aquila chrysaetos), Bartgeier (Gypaetus barbatus), Gänsegeier (Gyps fulvus), Schmutzgeier (Neophron percnopterus) und Mönchsgeier (Aegypius monachus).

Unter Geiern

Junger Gänsegeier Auch in Frankreich hatten sinnlose Jagd, vor allem aber sinnlose Hygiene-Bestimmungen die Geier an den Rand der Ausrottung gebracht: Anders als früher, dürfen die Viehzüchter verendete Tiere nicht auf der Weide liegen lassen, sondern müssen sie für teures Geld in eine Verbrennungs-Anlage fahren. Ausnahmebestimmungen im EU-Recht nutzend, hat eine kleine Organisation namens Goupil Connexion dafür gesorgt, dass die Geier in der Umgebung von Ganges wieder fressen und die Schäfer aufatmen können: Goupil baut kleine eingezäunte Bereiche, in denen die Tierkadaver zwecks kostenloser Beseitigung durch die Geier abgeladen werden. Der Erfolg: Gänsegeier rasten und fressen hier seither ständig, Mönchsgeier brüten im Buèges-Tal und Schmutzgeier in einer Felswand nahe Ganges. Mithilfe erwünscht!

Die Geier kehren zurück (WDR 5 2012; mp3, Länge: 16'25 Min.)

Exkursion zu den Étangs

Flamingos Wer gerne Vögel beobachtet, wird natürlich einen Abstecher zu den 60 km entfernten Étangs (Salzwasserlagunen) südlich von Montpellier machen. Hier gehören Flamingo (Phoenicopterus ruber), Silberreiher (Casmerodius albus), Seidenreiher (Egretta garzetta), Stelzenläufer (Himantopus himantopus) und Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) zur Stammbelegschaft. Und zur Zugzeit, im März und Oktober, wimmelt es hier von Wat-, Wasser- und anderen rastenden Vögeln.